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Die Woiwodschaft Großpolen (poln. Województwo wielkopolskie) ist eine der 16 Woiwodschaften, die den EU-Staat Polen gliedern. Sie ging bei der Gebietsreform 1999 aus den Woiwodschaften Posen, Kalisch, Konin, Pila und Leszno hervor und umfasst die Region um die Provinzhauptstadt Posen. Mit fast 30.000 km2 ist sie nach Masowien die zweitgrößte Provinz des Landes und mit mehr als 3,3 Millionen Einwohnern auch eine der bevölkerungsreichsten. Großpolen wird mit den alten piastischen Königstädten Posen und Gnesen als die Keimzelle Polens angesehen. Der wichtigste Fluss ist die Warthe. Das Gebiet der Provinz entspricht weitgehend dem der früheren preußischen Provinz Posen.

Die Provinz Posen mit der gleichnamigen Hauptstadt Posen war 1793 - 1920 eine Provinz des Staates Preußen, die jedoch nach dem Ersten Weltkrieg nur noch als kleiner Teil unter neuem Namen fortbestand. Sie entspricht ungefähr der historischen Region Großpolen. Iim 10. Jahrhundert Entstehungsort der polnischen Nation, hatte sie insgesamt eine mehrheitlich polnische und zugleich in Teilgebieten eine mehrheitlich deutsche Bevölkerung. Fast alle Polen in der Provinz Posen waren katholisch, 90 Prozent der Deutschen jedoch protestantisch. In den Städten lebte eine jüdische Minderheit, meist Handwerker, Geschäftsleute und Händler. Je kleiner eine Gemeinde war, um so eher war sie entweder rein polnisch oder rein deutsch besiedelt. Der Nordwesten der Provinz war eher deutsch geprägt, der Südosten eher polnisch. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts stieg der deutsche Bevölkerungsanteil im Zuge der preußischen Germanisierungspolitik auf etwa 44 %. Danach kehrte sich die Migration zur so genannten Ostflucht um und der deutsche Bevölkerungsanteil sank bis 1910 auf etwa 38 %, trotz der Bemühungen der Regierung in Berlin: Sie hatte eine Ansiedlungskommission ins Leben gerufen, die Land von Polen kaufte und nur Deutschen zum Kauf anbot. Die so genannte Ostflucht erfasste gleichwohl auch viele Polen, die in das Ruhrgebiet abwanderten.

Miedzychód (deutsch: Birnbaum) ist eine Kreisstadt in der polnischen Woiwodschaft Großpolen, Powiat Miedzychodzki. Sie liegt an der Warthe und zählt ca. 15.000 Einwohner. Die Stadt entstand vor ungefähr 600 Jahren unter dem Namen Miedzybrud.

Die Warthe (poln.: Warta) ist ein Fluss in Polen mit einer Länge von 808 km, etwa die Hälfte davon ist schiffbar. Sie entspringt in der Woiwodschaft Schlesien, östlich der Stadt Zawiercie, durchfließt die Ebene Großpolens mit den Städten Poznan (Posen) und Gorzów Wielkopolski (Landsberg/Warthe) und mündet bei Kostrzyn (Küstrin) in die Oder. Sie ist der größte Nebenfluss der Oder und bei ihrer Einmündung sogar länger als der Hauptfluss.

Die vorstehenden Informationen sind wörtlich aus Wikipedia - Stand 27.12.2005 - übernommen.

 

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